Die Lebensmittelretter

Der aktuelle Artikel auf ZWE beschäftigt sich mit dem Thema Lebensmittelabfälle. Der Einleitungssatz macht die Problematik klar:Wir produzieren mehr Lebensmittel als jemals zuvor. Auf der anderen Seite hungern mehr Menschen als jemals zuvor

Die EU Ressourceneffizienz-Roadmap besagt:

“Wir verschwenden aber alleine in der EU jedes Jahr 90 Millionen Tonnen Lebensmittel; das entspricht 180 kg pro Person. Oft handelt es sich dabei um Erzeugnisse, die noch genusstauglich sind.Eine gemeinsame Anstrengung von Landwirten, der Nahrungsmittelindustrie, Einzelhändlern sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern in Form von ressourcenschonenden Erzeugungsmethoden, der Auswahl nachhaltiger Lebensmittel (im Einklang mit den WHO Empfehlungen zur Menge der pro Person verzehrten tierischen Eiweiße, einschließlich Fleisch und Milcherzeugnisse) und weniger Lebensmittelabfällen kann zu mehr Ressourceneffizienz und Ernährungssicherheit weltweit beitragen. “ -1

In Deutschland entwickelt sich momentan eine Bewegung, welches es den Verbraucherinnen und Verbrauchern ermöglicht direkt an der Vermeidung von Nahrungsmittelabfällen mitzuwirken. Nämlich über die die Internetplattformen http://foodsharing.de/ und http://www.lebensmittelretten.de/.

foodsharing.de bietet eine interaktive Karte an, die es den Benutzer ermöglicht, Lebensmittel die sie zu verschenken haben einzustellen und allen anderen zu sehen, wer, was, wo anbietet. Wenn sie beispielsweise nach einer Feier noch Reste haben, davor sind in den Urlaub zu fahren, oder sich in

einer anderen Situationen befinden, in denen die Lebensmittel weggeschmissen werden würden, wenn man sie nicht verteilt.

Lebensmittelretten.de geht noch einen Schritt weiter und arbeitet nach dem Prinzip, das Abfall eine Definitionsfrage ist. Das Ziel ist es die Lebensmittel zu retten, die von Einzelhändler, Märkten, Bäckereien etc. weggeschmissen werden sollen, da sie als nicht mehr verkäuflich gelten.

Anders als beim Containern, wo man sich ohne Wissen, der Läden Zugang zu deren Müllcontainern und sich noch essbare Lebensmittel herausholt, werden Kooperationen mit den Geschäften eingegangen, um die Abholung von “Abfällen” von Händlern durch Privatpersonen(Lebensmittelretter) zu koordinieren. Die Vermeidung von Abfällen, hat natürlich ökonomische Vorteile für die Märkte und Mithilfe der Lebensmittelretter, soll es ihnen so einfach wie möglich gemacht werden Lebensmittelabfälle zu verhindern. Auf der Plattform können die Verantwortlichkeiten von Stadtteilen, Bezirken und einzelnen Läden verwaltet werden.

Dazu wird wieder ein Kartendienst genutzt, auf der alle Läden, mit denen jemand in Kontakt getreten ist, eingetragen werden können. Für jeden Laden lassen sich dann die Abholzeiten und Teams koordinieren.

Der Einsatz der Lebensmittelretter ist als Ergänzung zu anderen Organisationen, wie Beispielsweise der Tafel, zu sehen um der Verschwendung von Lebensmitteln entgegenzuwirken. In Berlin gibt es bereits über 300 angemeldete Lebensmittelretter, Deutschlandweit knapp 1000 und über 300 eingetragene Läden im System (Stand 11/2013).

1 – Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa (2011) -http://ec.europa.eu/environment/resource_efficiency/pdf/com2011_571_de.pdf

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